Verantwortungsvolles Spielen: Unser Verständnis von Sicherheit und Spielerschutz

Glücksspiel kann süchtig machen. Hilfe unter www.bzga.de oder 0800 1 37 27 00

Die Teilnahme am Glücksspiel ist für viele Menschen eine Form der Unterhaltung, die Spannung und Freizeitvergnügen bietet. Doch wir sind uns bewusst, dass diese Form der Unterhaltung Risiken birgt. Als lizenzierter Anbieter nehmen wir unsere gesellschaftliche Verantwortung sehr ernst. Spielerschutz ist für uns keine gesetzliche Pflichtübung, sondern der Kern unserer Unternehmensphilosophie. Wir möchten, dass Sie bei uns sicher spielen, informierte Entscheidungen treffen und die Kontrolle behalten.

Wenn der Spaß aufhört und der Zwang beginnt, sind wir nicht nur verpflichtet, sondern auch gewillt, einzugreifen und zu helfen. Auf dieser Seite finden Sie umfassende Informationen, Hilfestellungen und Werkzeuge, die Ihnen dabei helfen, Ihr Spielverhalten aktiv zu steuern und Risiken frühzeitig zu erkennen.

Grundsätze der Prävention: So spielen Sie sicher

Prävention beginnt im Kopf, lange bevor der erste Einsatz getätigt wird. Ein gesundes Spielverhalten zeichnet sich dadurch aus, dass das Glücksspiel als eine von vielen Freizeitbeschäftigungen angesehen wird und nicht als Mittel zum Zweck, um Geld zu verdienen oder emotionale Probleme zu lösen.

Um die Kontrolle zu behalten, empfehlen wir folgende Verhaltensregeln, die jeder Spieler verinnerlichen sollte:

  • Das Budget steht vor dem Spiel fest: Legen Sie genau fest, wie viel Geld Sie maximal ausgeben können und wollen. Dieses Geld sollte aus Ihrem freien Einkommen stammen und niemals für Miete, Lebensmittel oder andere lebensnotwendige Dinge benötigt werden. Ist das Budget aufgebraucht, endet das Spiel – ohne Ausnahme.
  • Zeitmanagement ist entscheidend: Setzen Sie sich nicht nur finanzielle, sondern auch zeitliche Grenzen. Ein Wecker oder Timer kann helfen, das Zeitgefühl nicht zu verlieren.
  • Kein Spielen in emotionalen Ausnahmesituationen: Wer wütend, traurig, depressiv oder extrem gestresst ist, neigt zu riskanterem Verhalten. Glücksspiel ist kein Medikament gegen schlechte Laune.
  • Klarer Kopf: Spielen Sie niemals unter dem Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten, die Ihre Wahrnehmung und Risikoeinschätzung beeinträchtigen.
  • Verluste akzeptieren: Einer der größten Fehler ist das sogenannte "Chasing" (Hinterherjagen) von Verlusten. Versuchen Sie niemals, verlorenes Geld durch höhere Einsätze oder längeres Spielen zurückzugewinnen. Betrachten Sie Verluste als "Kosten für die Unterhaltung".
  • Gewinne sind kein Einkommen: Verlassen Sie sich nicht auf Gewinne. Glücksspiel basiert auf dem Zufallsprinzip und mathematischen Wahrscheinlichkeiten, die langfristig immer zugunsten des Anbieters ausfallen.

Warnsignale erkennen: Wann wird das Spiel zum Problem?

Der Übergang von einem harmlosen Freizeitvergnügen zu einem problematischen oder pathologischen Spielverhalten (Spielsucht) ist oft schleichend. Viele Betroffene bemerken die Veränderung erst spät oder wollen sie sich zunächst nicht eingestehen. Es ist wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein.

Achten Sie auf folgende Warnsignale bei sich selbst oder bei Angehörigen. Wenn Sie sich in mehreren der folgenden Punkte wiedererkennen, besteht Handlungsbedarf:

Finanzielle Anzeichen:

  1. Sie setzen Geld ein, das eigentlich für wichtige Rechnungen oder den Lebensunterhalt gedacht war.
  2. Sie leihen sich Geld von Freunden, Familie oder Banken, um spielen zu können.
  3. Sie versuchen, Besitztümer zu verkaufen, um an Spielkapital zu gelangen.
  4. Sie verheimlichen den wahren Umfang Ihrer Verluste vor Ihrem Partner oder Ihrer Familie.

Verhaltensbezogene Anzeichen:

  1. Sie vernachlässigen Arbeit, Schule, Ausbildung oder familiäre Pflichten zugunsten des Glücksspiels.
  2. Sie ziehen sich von sozialen Kontakten zurück und verlieren das Interesse an Hobbys, die Ihnen früher wichtig waren.
  3. Sie lügen über Ihren Aufenthaltsort oder darüber, was Sie gerade tun, um ungestört spielen zu können.

Emotionale und psychische Anzeichen:

  1. Sie verspüren eine innere Unruhe oder Gereiztheit, wenn Sie versuchen, das Spielen einzuschränken oder zu beenden.
  2. Das Glücksspiel nimmt einen Großteil Ihrer Gedanken ein (Gedankenkreisen um den nächsten Gewinn oder die Beschaffung von Geld).
  3. Sie spielen, um Gefühlen wie Hilflosigkeit, Schuld, Angst oder Depression zu entfliehen.
  4. Sie haben nach dem Spielen oft Schuldgefühle oder schämen sich für Ihr Verhalten.

Selbsttest:

Um Ihr Risiko besser einschätzen zu können, empfehlen wir wissenschaftlich fundierte Selbsttests. Diese sind anonym und geben Ihnen eine objektive Rückmeldung.

Besuchen Sie hierfür: www.check-dein-spiel.de

Technische Werkzeuge zur Selbstkontrolle

Gemäß den strengen Vorgaben des deutschen Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV 2021) und darüber hinaus bieten wir Ihnen im Spielerkonto diverse Einstellungsmöglichkeiten an, um Ihr Spielverhalten technisch zu begrenzen. Wir raten jedem Spieler dringend, diese Tools präventiv zu nutzen – nicht erst, wenn ein Problem auftritt.

Einzahlungslimits

Sie können festlegen, wie viel Geld Sie pro Tag, Woche oder Monat maximal auf Ihr Konto einzahlen können. In Deutschland gilt generell ein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit von maximal 1.000 Euro pro Monat (LUGAS). Sie können dieses Limit in Ihrem Konto jederzeit nach unten korrigieren. Eine Erhöhung des Limits tritt erst nach einer gesetzlichen Wartefrist von sieben Tagen in Kraft, während Senkungen sofort wirksam werden.

Einsatz- und Verlustlimits

Zusätzlich zu den Einzahlungen können Sie begrenzen, wie viel Sie in einem bestimmten Zeitraum setzen oder verlieren dürfen. Ist das Verlustlimit erreicht, sind keine weiteren Spieleinsätze möglich, bis der Zeitraum abgelaufen ist.

Zeitlimits (Sitzungslimit)

Legen Sie fest, wie lange Sie pro Tag spielen möchten. Nach Ablauf der Zeit werden Sie automatisch ausgeloggt.

Reality Check

In regelmäßigen Abständen wird das Spiel unterbrochen, um Ihnen eine Zusammenfassung Ihrer aktuellen Sitzung anzuzeigen (Dauer, Gewinne, Verluste). Sie müssen diese Meldung aktiv bestätigen, um fortzufahren. Dies hilft, den "Tunnelblick" zu durchbrechen.

Panik-Button (24-Stunden-Sperre)

Überall auf unserer Plattform finden Sie den "Panik-Button". Ein Klick darauf löst sofort eine kurzzeitige Sperre von 24 Stunden aus. Dies ist als Notbremse gedacht, wenn Sie merken, dass Sie die Kontrolle verlieren.

Das OASIS-Sperrsystem: Der wichtigste Schutzmechanismus

Ein zentraler Baustein des deutschen Spielerschutzes ist das OASIS-Sperrsystem. Hierbei handelt es sich um eine bundesweite Datenbank, an die alle lizenzierten Glücksspielanbieter in Deutschland angeschlossen sind.

Was bedeutet eine Sperre?

Wenn Sie im OASIS-System gesperrt sind, können Sie sich bei keinem legalen Glücksspielanbieter in Deutschland mehr einloggen, wetten oder spielen – weder online noch in stationären Spielhallen oder Casinos.

Arten der Sperre:

  1. Selbstsperre: Sie beantragen die Sperre für sich selbst, weil Sie merken, dass Sie Ihr Spielverhalten nicht mehr kontrollieren können. Die Mindestdauer beträgt 3 Monate. Wenn Sie keine Dauer angeben, beträgt sie automatisch ein Jahr.
  2. Fremdsperre: Auch Dritte (z. B. Angehörige oder der Glücksspielanbieter selbst) können eine Sperre beantragen, wenn sie durch Dokumente belegen können, dass der Spieler spielsuchtgefährdet oder überschuldet ist.

Wie kann ich mich sperren lassen?

Sie können die Sperre direkt über den "Sperren"-Button auf unserer Webseite auslösen oder einen schriftlichen Antrag beim Regierungspräsidium Darmstadt (der zuständigen Behörde für OASIS) stellen.

Weitere Informationen und Antragsformulare finden Sie unter: https://rp-darmstadt.hessen.de/sicherheit-und-kommunales/gluecksspiel/spielersperrsystem-oasis

Wichtig:

Eine Sperre hebt sich nicht automatisch auf. Nach Ablauf der Mindestdauer müssen Sie einen schriftlichen Antrag auf Entsperrung stellen.

Externe Hilfe und Beratungsstellen

Sie sind nicht allein. Spielsucht ist eine anerkannte Krankheit, und es gibt professionelle, kostenlose und auf Wunsch anonyme Hilfe. Zögern Sie nicht, Kontakt aufzunehmen. Es ist ein Zeichen von Stärke, sich Unterstützung zu holen.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die BZgA bietet umfangreiche Informationen und ein Beratungstelefon.

Telefon: 0800 1 37 27 00 (kostenlos und anonym)

Webseite: www.bzga.de

Infoportal: www.spielen-mit-verantwortung.de

Selbsttest: www.check-dein-spiel.de

Anonyme Spieler (Gamblers Anonymous)

Selbsthilfegruppen, in denen sich Betroffene gegenseitig unterstützen.

Suche nach Gruppen in Ihrer Nähe über lokale Verzeichnisse oder Suchtberatungsstellen.

Fachverband Glücksspielsucht e.V.

Hier finden Sie Adressen von Beratungsstellen und Kliniken in ganz Deutschland.

Webseite: www.gluecksspielsucht.de

Informationen für Angehörige und Freunde

Spielsucht betrifft nicht nur den Spieler, sondern oft das gesamte soziale Umfeld. Partner, Eltern und Kinder leiden unter den finanziellen Folgen und den emotionalen Belastungen.

Wenn Sie vermuten, dass jemand in Ihrem Umfeld ein Glücksspielproblem hat:

  1. Sprechen Sie es an: Suchen Sie das Gespräch in einer ruhigen Situation, nicht direkt nach einem Streit oder wenn die Person gerade gespielt hat.
  2. Bleiben Sie bei sich: Schildern Sie Ihre Beobachtungen und Gefühle (Ich-Botschaften), ohne Vorwürfe zu machen. Sagen Sie zum Beispiel: "Ich mache mir Sorgen, weil Geld fehlt" statt "Du verspielst unser ganzes Geld".
  3. Keine Co-Abhängigkeit: Schützen Sie sich selbst. Übernehmen Sie keine Schulden des Spielers, lügen Sie nicht für ihn und leihen Sie ihm kein Geld. Das würde das Suchtverhalten nur verlängern.
  4. Holen Sie sich Hilfe: Auch für Angehörige gibt es Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen. Sie müssen diese Last nicht allein tragen.

Rechtlicher Rahmen und Jugendschutz

Unser Angebot richtet sich ausschließlich an Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Glücksspiel für Minderjährige ist gesetzlich verboten.

Um sicherzustellen, dass keine Minderjährigen auf unserer Plattform spielen, führen wir strenge Identitätsprüfungen durch. Ohne eine verifizierte Identität ist keine Spielteilnahme möglich. Dies dient dem Schutz der Jugend.

Wir empfehlen Eltern zudem, Filtersoftware auf ihren Computern und Smartphones zu installieren, um den Zugriff auf Glücksspielseiten für Kinder zu blockieren. Bekannte Lösungen sind beispielsweise Net Nanny oder CyberSitter. Bewahren Sie Ihre Zugangsdaten sicher auf und lassen Sie Ihr Gerät nicht unbeaufsichtigt, wenn Sie eingeloggt sind.

Schlusswort

Wir möchten, dass Sie bei uns eine gute Zeit haben. Das ist nur möglich, wenn das Spielen sicher und kontrolliert bleibt. Nutzen Sie die Werkzeuge, informieren Sie sich und seien Sie ehrlich zu sich selbst. Sollten Sie das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren, nutzen Sie bitte umgehend die oben genannten Hilfsangebote oder den OASIS-Sperrantrag. Ihre Gesundheit und Ihr finanzielles Wohlergehen stehen über jedem Spiel.

Rechtlicher Hinweis

Glücksspiel kann süchtig machen. Wir sind ein behördlich zugelassener Veranstalter von virtuellen Automatenspielen. Die Teilnahme ist erst ab 18 Jahren gestattet. Infos und Hilfe unter www.bzga.de.